Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Seine Hochgeboren
Bernhelm Sigismund von Sturmfels m. H. (verstorben)
Baron zu Dohlenfelde, hochadliger Reichskammerrichter, Ehrenoberst der Gräflich-Isenhager Jäger, Kaiserlicher Rittmeister a.D., Reichsritter dritter Klasse, Ritter des Flussordens, Ritter zu Dergelstein und Träger des Greifensterns in Bronze und Gold

Übersicht
Geboren: 12. Efferd 970 BF
Gestorben: 17. Ingerimm 1029 BF
Letzte Ruhestätte: Wehrtempel Sankta Hildrun
Erscheinungsbild: 180 Halbfinger groß, graue Haare, Vollbart
Besonderheiten: Seit einigen Monden wird spekuliert, ob der zeitlebens ehrenhafte und schließlich doch heimtückisch ermordete Baron ins Register der rondragefälligen Recken aufgenommen werden wird. Die Entscheidung liegt bei der Meisterin des Bundes der Senne Westen.
Blasonierung des Wappens: Die Grundlage bildet ein mittelreichischer Wappenschild. Den unteren Teil bildet eine rote Spitze, in die zentral ein silberner, nach rechts schauender Wolfskopf eingebracht ist. Der ebenfalls rote Schildoberteil wird von drei silbernen, senkrechten Blitzen geteilt.
Wahlspruch: »IN DUBIO PRO FAMILIA« (Im Zweifel für die Familie.)

Dieser Charakter war im DSA-Adelsspiel bespielt.
des mittleren Hochadelsauses Sturmfels
  Wappen des mittleren Hochadelsauses Sturmfels  
     
 
Beschreibung
Nachruf auf Bernhelm von Sturmfels, niedergeschrieben von Seiner Gnaden Throndwerth von Zweibruckenburg, Ritter der Göttin und Hofkaplan zu Dohlenfelde:

»Bernhelm Sigismund von Sturmfels wurde am Abend des zwölften Tages des Efferdmondes des Jahres 970 BF – einer Nacht des Helmes – als ältestes Kind Seiner Wohlgeboren Sigismund Ernbrecht von Sturmfels, Junker zu Erzweiler und Offizier im Kaiserlichen Elitegardereiterregiment »Raul von Gareth«, und dessen Gattin Regintrud von Schwertleihe in der Kaiserstadt Gareth geboren. Er starb im Alter von 59 Götterläufen durch die Hand albernischer Reichsverräter – zwei Pfeile durchbohrten seine Brust am siebzehnten Tage des Ingerimmmondes des Jahres 1029 BF, auf den Tag genau zwei Jahre, nachdem seine Schwester Rondwige Regintrud im albernischen Weidenau hinterrücks niedergeschossen wurde und einzig der Fügung der Göttin Rondra ihr Leben verdankte. Bernhelms Zeit war jedoch gekommen, Rondra rief den Recken an seine Tafel.

Seine Kindheit verbrachte Bernhelm im Garether Stadthaus seiner Eltern sowie auf Burg Dohlenhorst bei seinen Großeltern Ernbrecht Rondradan von Sturmfels und Lucia von Rabenstein sowie seiner Urgroßmutter Helmtrud von Ibenburg-Ibenburg. 977 BF wurde er als Page an den herzöglichen Hofe nach Elenvina geschickt, was den Grundstein für eine bis zu seinem Tode währende tiefe Verbundenheit mit dem Hause vom Großen Fluss legte. Mit 14 Götterläufen folgte der Knappendienst bei der mit seiner Mutter eng befreundeten Baronin von Dergelstein im Greifenfurtschen. Im Jahre 987 BF fiel Bernhelms Vater, Rittmeister Sigismund, in der Schlacht von Jergan. Damit wurde der 17jährige Knappe zum Thronfolger der Baronie Dohlenfelde, die damit verbundene Krönung zum Junker von Erzweiler fand einige Monde nach dem Tode Sigismunds in der Sancta-Hildrun-Kapelle zu Erzweiler statt. Zwei Jahre später, im Jahre 989 BF, erlag Bernhelms Großvater Ernbrecht Rondradan von Sturmfels, Baron zu Dohlenfelde und siebenter hochadliger Reichskammerrichter, dem Boronsschlag. Da die Baronswürde zu Dohlenfelde den Ritterschlag voraussetzt, konnte Bernhelm sein Erbe vorerst nicht antreten.

Um das Interregnum zu überbrücken, wurde Bernhelms Mutter Regintrud von Schwertleihe zur Verweserin Dohlenfeldes im Freifrauenrang erhoben. 991 BF wurde Bernhelm schließlich zum Ritter zu Dergelstein geschlagen und wenige Wochen später in der Sancta-Lechmin-von-Weiseprein-Kapelle zu Dohlenfelde zum Baron Dohlenfeldes gekrönt, weiterhin wurde ihm das seit Jahrhunderten vererbte Familienschwert Hlûtharhilf umgegürtet, was ihn zum Oberhaupt des mittleren Hauses der Familie Sturmfels machte. Danach trat der junge Baron in das Beilunker Rechtsseminar ein, womit er den letzten Willen seins Großvaters und Reichskammerrichters Ernbrecht erfüllte, der eine solide juristische Grundausbildung als wichtigstes Handwerkszeug eines jeden fähigen Barons betrachtete. Nach einem Jahr legte Bernhelm sein Examen ab, in seinem Herzen erklang jedoch Rondras Ruf lauter als derjenige Praios’. So trat er als Bannerträger in das Kaiserliche Elitegardereiterregiment »Raul von Gareth«, ein – das Regiment, unter dessen Feldzeichen sein Vater diente und den Heldentod gestorben war. Bernhelm sollte den weitaus größten Teil seines Lebens in Gareth und damit fern Dohlenfeldes verbringen. Sein erstes Duell gewann Bernhelm im Jahre 992 BF gegen einen almadanischen Offizier, es sollten viele weitere folgen.

Im Jahre 993 BF heiratete der Dohlenfelder Baron die albernische Baronstochter Brianna Albenbluth von Niamor, seine Mutter, die die Amtsgeschäfte der Baronie Dohlenfelde führte, hatte diese Verbindung arrangiert. Ein Jahr später wurde dem jungen Paar in Gareth das erste Kind geboren, Selinde Brianna von Sturmfels. Beflügelt von der Geburt seiner Tochter wurde Bernhelm zum ersten Mal Turniersieger, und auch hier sollten in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch viele Triumphe folgen. Erstmals auf dem Feld der Ehre stand der junge Baron bei der Niederschlagung des Tuzaker Aufstandes im Jahre 995 BF. Damals in Maraskan hätte die militärische Karriere Bernhelms auch schon wieder enden können, denn nach einem unbedeutenden Gefecht im Hinterland Tuzaks untersagte es der junge Bannerträger – der nach mehreren Ausfällen vorgesetzter Offiziere eine ganze Schwadron anführte – seinen Reitern, trotz anderslautender Befehle flüchtende maraskanische Landwehrleute niederzumachen. Dies brachte Bernhelm vor ein kaiserliches Kriegsgericht, wo er dank seines in Beilunk erlernten juristischen Rüstzeuges freigesprochen wurde. Bernhelm argumentierte, dass er aus Gründen der Ritter- und Regimentsehre sowie des Rondraglaubens gar nicht anders handeln konnte.

Einige Monde später traf die Nachricht von der erneuten Niederkunft Briannas bei Bernhelm ein: Zu Gareth war dem Paar der erste Sohn, Angrond Bernhelm, geboren worden. Der Bannerträger, mittlerweile mit dem Greifenstern in Bronze dekoriert, kehrte Ende 996 BF aus Maraskan nach Gareth zu seiner Familie zurück. Dort erfuhr er, dass sein Bruder Cordovan von Sturmfels gegen die Sitten der Familie und vor allem auch gegen den ausdrücklichen Wunsch seiner Mutter eine Bürgerliche aus der Herzogenstadt Twergenhausen geheiratet hatte. Als Cordovan sich weigerte, die Ehe zu annullieren, war Bernhelm als Familienoberhaupt gezwungen, seinen eigenen Bruder mit Schimpf und Schande aus dem Hause Sturmfels zu verstoßen und ihm das Betreten der Baronie Dohlenfelde zu verbieten. Ein Jahr später wurde Bernhelms Sohn Rondred geboren, 998 BF folgte der kleine Ludorich, der jedoch aufgrund seiner schwächlichen Verfassung seinen ersten Tsatag nicht erleben sollte. 999 BF endete das Glück von Bernhelm und Brianna endgültig: Gerade 27 Götterläufe alt, erlag Brianna Albenbluth von Niamor nach der Geburt ihres fünften Kindes, ihrer Tochter Derya, dem Kindbettfieber.

Bernhelm widmete sich auch nach dem Tode seiner Gattin seiner militärischen Karriere in des Kaisers Garde und wurde im Jahre 1000 BF zum Rittmeister befördert. 1003 BF, nach der Schlacht der Tausend Oger, wurde er mit dem Greifenstern in Gold ausgezeichnet. Zwei Jahre später wechselte der Baron in den Stab des Elitegardereiterregiments und diente erst als Regimentsschultheiß, danach als Adjutant des Obristen. In dieser Zeit lernte Bernhelm über den aus dem Kosch stammenden Kaiserlichen Hofkämmerer Gundulf von Salmingen dessen Schwester Frylinde kennen, die er im Jahre 1006 BF zur Frau nahm. Im Garether Stadthaus des mittleren Hauses der Familie Sturmfels erblickte ein Jahr später Hagen das Licht der Welt.

Im Jahre 1008 BF galt Bernhelms nächste Beförderung – das Amt des Obristen der Adlergarde war im Gespräch – als ausgemacht. Doch dann trat Seine Hoheit Jast Gorsam vom Großen Fluss in seiner Funktion als Reichserzsenneschall an den Baron heran, und bot ihm das Amt des Siebenten hochadligen Reichskammerrichters an, das seit der Schaffung des Reichsgerichtes durch Kaiser Reto im Jahre 982 BF immer ein Mitglied seiner Familie innehatte: Von 982 BF bis zu seinem Tode im Jahre 989 BF sein Großvater Ernbrecht Rondradan von Sturmfels, danach dessen jüngere Schwester Rudane Helmtrud von Sturmfels, die Pfalzgräfin zu Koschgau. Die Pfalzgräfin bat aus Altersgründen von einer Entbindung von ihren Pflichten, und nach einigen Tagen Bedenkzeit nahm Bernhelm, auch auf Anraten seiner Gattin und seines Schwagers Gundulf von Salmingen, den Abschied von der Kaiserlichen Armee und wurde Reichskammerrichter. Bernhelm trat zusehends in die Fußstapfen seines Großvaters und genoss das Vertrauen des nordmärkischen Herzogs.

Zum letzten Mal ein Kommando über Reichstruppen nahm Rittmeister a. D. Bernhelm Sigismund von Sturmfels bei der Schlacht auf den Silkwiesen im Jahre 1012 BF an, in der er eine Schwadron Reiter gegen die Orken führte, schwer verwundet wurde und aufgrund wiederkehrenden schweren Fiebers monatelang mit dem Tode rang. Noch während Bernhelm auf dem Krankenbett um sein Leben kämpfte, wurde er mit dem Reichsorden dritter Klasse ausgezeichnet. Vor allem aber gebar ihm seine Gattin Frylinde seine jüngste Tochter, Durinya. Einige Monde später stellte sich Bernhelms Tochter Derya gegen eine bedeutende Familientradition des Hauses Sturmfels, indem sie sich weigerte, in das Noviziat der Rondrakirche zu treten. Stattdessen trat sie ihren Knappendienst bei der Honinger Gräfin Franka Salva Galahan, einer Jugendfreundin ihrer verstorbenen Mutter, an.

Nachdem Bernhelm sich von seiner Verwundung erholt hatte, stürzte er sich – schwer von seiner Tochter Derya enttäuscht – voller Eifer auf seine Aufgaben als Reichskammerrichter und veröffentlichte mehrere Streitschriften, in der er sich – des Rückhalts seiner Hoheit bewusst – auch nicht scheute, die seiner Ansicht nach inkonsequente und schwache Politik von Kaiser Hal und Reichsbehüters Brin anzugreifen. So übte Bernhelm scharfe Kritik an der stillschweigenden Akzeptanz der Unabhängigkeit des Fürstentums Aranien. Kurz vor dem Großen Hoftag vom Hesinde 1014 BF war Bernhelm von Seiner Hoheit Jast Gorsam zu einem der »Schwerter des Herzogs« erhoben worden, und nach der Ausrufung Hilberian Grimms vom Großen Fluss zum Lumerian gehörte er dann auch zu den Baronen, die mit gezogener Klinge den Rückzug des nordmärkischen Herzogs aus Gareth sicherten. Während des darauf folgenden fast vierjährigen Schismas der Praioskirche kehrten Bernhelm und Frylinde nicht nach Gareth zurück, sondern blieben im Nordmärkischen.

1016 BF sollte ein zugleich freudiges wie auch tragisches Jahr für Bernhelm werden: Seine Tochter und Thronfolgerin Selinde, inzwischen Bannerträgerin im Abilachter Leichte-Reiter-Regiment, ehelichte den albernischen Hochadligen Bedwyr ui Llud, der aber nur drei Wochen nach der Hochzeit in einem Ehrenduell ums Leben kam. Anfang 1018 BF erlag schließlich Bernhelms Mutter Regintrud von Schwertleihe, die mehr als drei Jahrzehnten die Amtsgeschäfte der Baronie Dohlenfelde mit strenger Hand geführt hatte, im Alter von 67 Jahren der Blauen Keuche. Bernhelm übergab daraufhin seinem Sohn Angrond, der wie sein Vater und Urgroßvater das Beilunker Rechtsseminar absolviert hatte, das Baroniesiegel und damit die Amtsgeschäfte in Dohlenfelde, denn Erbbaroness Selinde weilte aufgrund ihres kaiserlich-albernischen Offizierspatentes so gut wie nie in den Nordmarken. Auf den Elenviner Auen im Efferd 1018 BF stand Bernhelm an der Seite des Lumerian und seines Herzogs, um den Angriff der Truppen des Heliodan zu erwarten.

Nach der überraschenden friedlichen Beilegung der Kirchenspaltung widmete sich Bernhelm wieder seinen Aufgaben am Reichskammergericht zu Gareth, die er während der schlimmen Zeiten der Invasion Borbarads gewissenhaft wahrnahm. Im Jahre 1021 BF machte der Dohlenfelder Baron seinen Einfluss bei Herzog Jast Gorsam geltend, um seinen Neffen Voltan von Sturmfels mit dem von der Baronie Dohlenfelde vollständig umschlossenen Landedlengut Wichtenfels zu belehnen. Voltan ist der Sohn seines verstoßenen Bruders Cordovan, und Bernhelm betrachtete seinen wohlgeratenen Neffen zeitlebens als Beleg dafür, dass selbst bürgerliches Blut echten Sturmfelschen Charakter nicht zu verwässern vermag.

Durch die Dritte Dämonenschlacht ereilte Bernhelm auch ein schwerer persönlicher Schicksalsschlag, fiel doch seine älteste Tochter Selinde, Erbbaroness der Baronie Dohlenfelde, mittlerweile Rittfrau im Abilachter Leichte-Reiter-Regiment. Nach dem Tode Selindes wurde 1022 BF sein ältester Sohn Angrond zum Erbbaronet ernannt sowie zum Junker Erzweilers gekrönt. Wenig später zog Bernhelm an der Spitze der Isenhager Ritter und Waffenträger mit dem nordmärkischen Heerbann nach Weiden gegen den Usurpator Baeromar. 1023 BF wurde der Dohlenfelder Baron für seine militärischen und diplomatischen Leistungen in Weiden zum Ritter des Herzöglichen Flussordens geschlagen – eine Ehrung, die ihm weit mehr bedeutete als seine doppelte Auszeichnung mit dem kaiserlichen Greifenstern oder gar die Aufnahme in den Orden der Reichsritter. Bernhelm setzte auch nach dem Tode Brins seine Kritik an der Politik des Hauses Gareth fort, und widersprach beispielsweise bei der Verbannung Yppolitas von Gareth – wie alle seine Amtskollegen im Reichskammergericht – dem milden Urteil der Reichsregentin Emer. Im Jahre 1024 BF war Bernhelm eines der Gründungsmitglieder des Turnierbundes der Nordmärkischen Tafelrunde unter Herzog Koradins Wappenschild, eine ritterliche Vereinigung, für die sich Bernhelm mit großem Eifer einsetzte.

Während des großen Prozesses des Reiches gegen die albernische Königin Invher und den Anspruch des Hauses Bennain auf den albernischen Thron im Jahre 1026 BF trat Bernhelm im Reichskammergericht als bitterer Gegner der Bennains auf und machte sich viele Feinde in der Provinz, aus der seine erste Ehefrau stammte. Ende 1026 BF, nach dem Reichskongress zu Trallop, führte Bernhelm eine Abteilung Ritter des Koradinerbundes an, die sich dem Koscher Prinzen Edelbrecht auf dessen Zug zur Befreiung des Rhodenstein anschloss. Im Jahre 1027 BF verbrachte Bernhelm ungewöhnlich viel Zeit in den Nordmarken, denn zuerst wurde im Eisenwald die Feste Tannwacht erobert, und danach musste der Reichskongress zu Elenvina in der Herzogenstadt vorbereitet werden. Dann brach das Jahr des Feuers über das Reich hinein. Durch die fürchterliche Schlacht in den Wolken wurde auch das Garether Stadthaus der Sturmfelser zerstört, und nachdem die Reichsregierung und das Reichskammergericht auf Geheiß des Reichserzkanzlers und des zum Reichsregenten gekrönten Jast Gorsam ihren Sitz nach Elenvina verlegten, bestand kein Anlass mehr für Bernhelm und Frylinde, in die Kaiserstadt zurückzukehren. Zur gleichen Zeit wurde im Kosch der fürchterliche Alagrimm entfesselt – von Bernhelms Schwägerin Charissia von Salmingen, der Zwillingsschwester Frylindes. Deren Bruder Gundulf war zuvor in den Trümmern des Kaiserpalastes in Gareth gestorben, wodurch Frylinde als neues Familienoberhaupt Charissia aus der Familie Salmingen verstieß und ihren Anspruch auf die beiden Baronien ihres Bruders – Dunkelforst im Kosch und Baruns Pappel im Tobrischen – bekräftigte.

Als sich Königin Invher vom Reich lossagte und der Krieg zwischen dem Reich und dem abtrünnigen Albernia begann, wurde Bernhelm wie schon beim Weidenfeldzug zum Befehlshaber des Isenhager Aufgebots bestallt. Und so focht der Baron in der Schlacht von Crumolds Auen und in einigen weiteren Gefechten gegen die Getreuen der unter Reichsacht stehenden Invher ni Bennain, und sprach im Namen des Reichsregenten und der Krone Rauls in unzähligen Prozessen Recht über verräterische albernische Adlige und Gemeine. Während Bernhelm im winterlichen Albernia weilte, trat seine Gattin Frylinde im Tsa 1028 BF auf der Angenburg im Kosch von ihren Ansprüchen auf die Baronien Dunkelforst und Baruns Pappel zugunsten ihres Sohnes Hagen zurück, woraufhin Hagen vom Grafen Ferdoks zum Baron von Dunkelforst gekrönt wurde.

Bernhelms unermüdlicher Einsatz, Recht und Gesetz mit allen dafür notwendigen Mitteln auch in Albernia durchzusetzen, war schließlich für ein paar verblendete albernische Adlige Grund genug, den Baron Dohlenfeldes auf unrondrianischste und heimtückischste Art und Weise auf einem Jagdausritt im Lehen seines Sohnes Hagen zu ermorden. Bernhelm hinterlässt seine Gattin Frylinde, Ritterin zu Warunk, seinen Sohn Hagen mit dessen Gattin Isida von Quakenbrück mit deren vier Kindern Reto Angrond, Haldane Isida, Raulgunde und Eslam, seinen Sohn Rondred, Hauptmann im Bergköniglich-Eisenwalder Garderegiment, seine Tochter Derya, die kurz nach dem Tode ihres Vaters den Baron zu Tommelsbeuge ehelichte und zur dortigen Baronin gekrönt wurde, seinen Sohn Hagen, Baron zu Dunkelforst und Baruns Pappel sowie seine Tochter Durinya, die derzeit ihren Knappendienst am Hofe der Baronin zu Nablafurt ableistet.

Ich hatte die große Ehre, Bernhelm als junger Knappe der Göttin während des Maraskanfeldzuges kennenzulernen, und von dann an kannte unsere Freundschaft keinen Makel. Wir fochten als Waffenbrüder Seite an Seite viele Gefechte, und ich genoss das Privileg, seit dem Jahre 998 BF Hofkaplan der Baronie Dohlenfelde zu sein, und damit Bernhelm und seine Familie über drei Jahrzehnte durch Wohl und Wehe zu begleiten. Das Rondravertrauen Bernhelms war zu jeder Zeit vorbildlich, sein Glaube an die Zwölfe unerschütterlich. Mein Waffenbruder hat es geschafft, sich vor mir einen Platz an Rondras Tafel zu sichern, um sich auf die letzte Schlacht, die dereinst kommen wird, vorzubereiten. Ihn dort wieder zu treffen, und den Kampf am Ende aller Zeiten Seite an Seite mit ihm zu fechten, wird mir eine große Freude sein.

Rondra habe seine Hochgeboren Bernhelm Sigismund von Sturmfels mittleres Haus, Baron zu Dohlenfelde, hochadliger Reichskammerrichter, Ehrenoberst der Isenhager Jäger, Rittmeister a.D., Reichsritter dritter Klasse, Ritter des Flussordens, Ritter zu Dergelstein und Träger des Greifensterns in Bronze und Gold, selig.

Es trauern alle Mitglieder des Hauses Sturmfels um einen tapferen Streiter für Ehre, Familie, Herzog, Kaiser und die Zwölfe.«