Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Edlenburg Wichtenfels

Übersicht
Einwohner (ohne Garnisonen): 23 Menschen
Zugehörigkeit: Landedlengut Wichtenfels
Lage: auf einer Felsnadel im Dorf Wichten
Blasonierung des Wappens: Die Grundlage bildet ein blauer mittelreichischer Wappenschild, der von einem goldenen Schräglinksbalken geteilt wird. Der Balken ist mit drei blauen Fäusten belegt; sie stehen symbolisch für die drei Dörfer des Gutes, Wichten, Hof Silbertann und Caleen.
Wappenzier: Die rechte obere Ecke nimmt ein goldener, nach links schreitender Falke ein; er stellt Ucuri, den Hausgott der Sturmfelser auf Wichtenfels dar. Das linke untere Eck des Schildes zeigt ein nach links ansteigendes goldenes Schwert als Zeichen der Wehrhaftigkeit der Edlenfamilie. Gekrönt wird das Wappen von einem Stechhelm mit Edlenkrone und einem schwarzen Falkenflügel als Helmzier, der Helm selbst ruht auf einer blau-goldenen Helmdecke. Der linke Schildhalter ist der goldene Sturmfelser Wolf, der rechte ist wiederum ein Falke, ebenfalls in gold.
Wahlspruch: »NE CEDE MALIS PUGNA« (Weiche nicht vor dem Übel, kämpfe!)
Garnisonen: 5 Waffenknechte des Landedlen zu Wichtenfels
Kapellen / wichtige Weihestätten: Ucuri
Wappen des Landedlenguts Wichtenfels
Wappen des Landedlenguts Wichtenfels

 

Kartenausschnitt der Edlenburg Wichtenfels
  Kartenausschnitt der Edlenburg Wichtenfels  
 
 
Beschreibung
Burg Wichtefels

(Noro von Grahnd: »Trutzige Festen, steile Klippen – Radierungen der schönsten Burgen am Mittellauf des Großen Flusses«, Venga, 2522 nach Horas’ Erscheinen (1030 BF))

Die Burg des Landedlen zu Wichtenfels liegt einige dutzend Schritt über den Dächern Wichtens auf einem felsigen Burgberg. Dieser Berg, der »Wichtenfels«, war vor hunderten von Jahren – wie sein Name schon vermuten lässt - einmal eine zwergische Mine und ist infolgedessen auch heute noch von einem Labyrinth aus engen Stollen und Schächten durchzogen. Ein langer, gewundener Weg führt hinauf zum Burgtor, vor dem bei hochgekurbelter Zugbrücke ein tiefer natürlicher Spalt im Fels klafft. Weg und Tor können nur von kleineren Kutschen passiert werden, große Vier- oder gar Sechsspänner müssen in Wichten am Fuße des Berges Halt machen.

Nachdem die Vorgängerburg 26 Hal durch einen verheerenden Brand nahezu vollständig zerstört wurde, begann Voltan von Sturmfels direkt nach seiner Belehnung mit dem Wiederaufbau. Lediglich die Kellergewölbe der alten Burg konnten noch in den Neubau integriert werden, alle anderen Mauern wurden durch den Brand so sehr beschädigt, dass sie eingerissen werden mussten. Die neue Burg besteht aus zwei Teilen: Der Palas mit dem kleinen vorgelagerten Falkenhof und dem an den Palas angebauten, 21 Schritt hohen Bergfried, von dem aus man das ganze weite Tal des Gutes überblicken kann, bilden zusammen mit Schildmauer, Torhaus und Kräutergarten eine bauliche Einheit. An die Südseite des Palas schließt der durch eine hohe Palisade geschützte Haupthof an, auf dem in Hufeisenform die drei Wirtschaftsgebäude der Burg untergebracht sind: der Stall (inklusive Falkenschlag), das Gesindehaus mit Kornspeicher und das Lagerhaus, in dem auch eine nur selten genutzte Schmiede untergebracht ist.

Im Palas der Burg befindet sich eine kleine Praioskapelle, von der ein großer Teil dem Praiossohn Ucuri gewidmet ist. Die Kapelle ist reich mit vergoldeten Statuen und Schnitzereien ausgeschmückt. Die in zwei Dreiherreihen aufgestellten Bänke bieten Platz für 12 Leute.

Praiosdienste finden hier aber nur zu großen Feierlichkeiten statt oder wenn die Ucurigeweihte Kara von Sturmfels, eine Schwester des Edlen, auf der Burg verweilt. Beides kommt indes zum Leidwesen des Burgherren eher selten vor.